Bürgerwiesen – Apfelsaft

SCHULSAFT BÜRGERWIESE

Unsere Schule stellt seit 2013 ihren eigenen Apfelsaft von Steuobstwiesen in Dresden her. Im ersten Jahr waren es 1200 Liter, die nun bei Schulfesten und anderen Anlässen ausgeschenkt und verkauft werden. Die Erlöse decken die Unkosten und sollen Pflege und Nachpflanzung von Bäumen ermöglichen.  Geerntet wurden von Schülern, Eltern und Lehrern an zwei Samstagen im Herbst  so viele Äpfel wie möglich. Auf dem Schulhof wurde dann gemostet, möglichst mit Schülerhilfe.

Und warum das Ganze? Apfelsaft lässt sich doch einfach beim Discounter kaufen!

Richtig! Aber macht das Spaß? Ist er gesund? Ist er nachhaltig produziert? Meist stammt dieser Saft von Plantagenäpfeln, wird häufig aus Konzentrat rückverdünnt und schmeckt immer gleich. Oft wird er mit Gelatine, Antioxidantien und den Aromen versetzt, die ihm vorher entzogen wurden. Da lässt sich auch die Gegenfrage stellen: Warum nicht die Apfelbäume in der Umgebung beernten und pflegen? Streuobstwiesen werden immer seltener. In manchen Jahren brechen Bäume unter der Last ihrer ungeernteten Früchte zusammen.

Deshalb machen wir unseren Saft selber.

SCHULSAFT BÜRGERWIESE möchte Spaß am gemeinsamen Tun bereiten und die Schulgemeinschaft zusammenbringen. Die Aktion möchte Natur und Landschaft erhalten und dabei hochqualitativen, schmackhaften Saft erzeugen, der jedes Jahr anders schmeckt. Sie soll den Weg vom Baum zum Becher erfahrbar und wirtschaftliche Zusammenhänge begreifbar machen.

SCHULSAFT BÜRGERWIESE ist eine Elterninitiative, wird ideell vom Förderverein unterstützt und durch ihn abgewickelt. Undurchführbar wäre sie ohne Unterstützung der Schulleitung, der Lehrerschaft und die vielen Familien, die mitmachen, wenn es um das ernten geht.

Wir wünschen uns, dass SCHULSAFT BÜRGERWIESE fester Teil des Schullebens wird. Hierzu braucht es immer wieder neu: ein paar Mitorganisatoren,  jede Menge junge und ältere Erntekräfte und, ab Winter 2014/15 eine handvoll Leute, die Astschere und Säge zur Hand nehmen.

Kontakt: mau-jako(at)gymbw.lernsax.sn

Unser Apelsaft Jahrgang 2013

2013 ist das Jahr 1 unserer eigenen Schulsaftproduktion. Aus der Ernte zweier Arbeitstage, an denen sich etwa 160 Schüler, Eltern und Lehrer beteiligten, entstanden Ende September und Mitte Oktober 1.200 Liter Saft. Bild DSC_3325_Tank Beernten durften wir die Streuobstwiese des Vereins für Intergratives und behindertengerechtes Reiten e.V. am Körnerweg, verkehrsgünstig fast direkt am blauen Wunder gelegen.

Zur Qualität
Der Septembersaft wurde innerhalb von 24 Stunden nach der Ernte gekeltert und abgefüllt. Frischer geht es nicht mehr! Beim Oktobersaft dauerte es etwa 48 Stunden. Für die Fäulnisbildung an erntebedingten Druckstellen bleibt da keine Zeit mehr. Außerdem wurden fragwürdige Äpfel vor dem Pressen per Hand aussortiert.
Der Saft ist bei ca. 80OC sterilisiert und heiß abgefüllt. Er wurde durch ein Labor für Lebensmittelhygiene untersucht. Er ist nun offiziell als von „handelsüblicher Beschaffenheit“ deklariert. Das Laborergebnis gibt´s  hier :pdf_Laborergebnis

Zum Geschmack
Wie Euch der Jahrgang schmeckt müsst Ihr selbst beurteilen. Jedes Jahr wird er anders schmecken und schon die Oktoberernte hat ein anderes Aroma als die vom September. Aufgrund des Witterungsverlaufs haben die Äpfel relativ wenig Süße entwickelt. Auskunft über den Zuckergehalt gibt übrigens der Stempel auf dem Etikett der die Grad Brix weblink: http://de.wikipedia.org/wiki/Grad_Brix angibt Bild DSC3260_Refraktometer.

Die Konsistenz
Unser Saft ist aufgrund des Pressverfahrens anders als andere Säfte. Genau genommen werden die Früchte nicht mit Druck ausgepresst. Vielmehr zieht ein starker Unterdruck den Saft durch sehr feine Filter aus der Maische. So entsteht die starke Trübung, die sich aber kaum absetzt. Der Saft bleibt sehr hell, weil er kaum oxidieren kann. So die Theorie. Im Verlauf des jahres stelle sich heraus, dass sich vielen Beuteln ein Bodensatz bildete und einige wenige Packungen stark sämig waren. Im Saftjahr 2014 werden wir zum herkömmlichen Pressverfahren zurückkehren und eine bessere Filterung vornehmen.

Verpackung und Haltbarkeit
Wir haben uns für die 5l-Bag in Box-Abfüllung entschieden (Bild) wird nachgereicht. Sie ist preiswert und gut transport- und lagerfähig. Die Boxen sind unbedruckt. Das ermöglicht es, ein eigenes Erscheinungsbild für unseren Saft zu entwickeln. Das Etikett entspricht den gesetzlichen Vorschriften, also der Lebensmittelkennzeichnungsverordnung weblink: http://de.wikipedia.org/wiki/Lebensmittel-Kennzeichnungsverordnung .Sonst dürften wir den Saft nicht verkaufen. Allerdings ist es recht klein geraten. Daher hier nochmals in groß: Etikett

Die Mindesthaltbarkeit liegt ungeöffnet bei zwölf Monaten, geöffnet ist der Saft etwa drei Monate haltbar. Ist die Packung geöffnet, solltet Ihr sie in Ruhe lassen und den Hahn nicht längere Zeit nach oben kippen. Dann kann wirklich keine Luft in den Beutel kommen und der Saft bleibt lange frisch..

Qualitätsprobleme?
Sollte es Qualitätsprobleme mit frisch geöffnetem Saft geben, dann meldet das bitte an Link E-Mail mau-jako(at)gymbw.lernsax.de . Anfänglich hatten wir einige Packungen, in denen ein hoher Anteil Bodensatz aus der Saftpresse zu einer bräunlichen Trübung, sämiger Konsistenz und stark säuerlichem Geschmack geführt hat. Diese Packungen nehmen wir gerne zurück.

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